Gegen die Wand

Wenn Claus Mittmann und Frank Knossalla an der Weser unterwegs sind, heisst es für die Zander: Stachelflossen einziehen! An einem ganz bestimmten Platz werden die beiden Raubfischspezis nämlich fast immer fündig.

An unserem Lieblingsstrom, der Weser bei Nienburg, gibt es einen hervorragenden Fangplatz, der uns, unabhängig von der Jahreszeit, immer wieder in den Bann zieht: Spundwände. Darunter verstehen wir eine Sperrwand durch dicht nebeneinander eingerammte Holz- oder Stahlbohlen. Sie dient zum Be- und Entladen von Binnenschiffern, womit auch klar ist, dass wir über die Fischerei in Flüssen mit Binnenverkehr sprechen. Wenn hier noch Getreide verfrachtet wird, finden wir eine stets gut angefütterte Stelle vor. Durch die Veränderung des ursprünglich vorhanden Flussufers und das Ausbaggern der eigentlichen Spundwand ergeben sich automatisch Kehrwasser, auf die wir unser Augenmerk richten.

Doch warum ist dieser Platz so interessant für die Raubfischangelei? Dies liegt unter anderem an dem hohen Nahrungsaufkommen an Kleinstlebewesen und Schnecken sowie Muscheln, die sich gerne an den Spundwänden fest setzen. Diese ziehen wiederum diverse Weissfischarten, wie zum Beispiel Lauben, Rotaugen, Brassen, Döbel, Alande, Barben und nicht zuletzt auch sehr gewichtige Karpfen, an. Hier schliesst sich dann der Kreis durch die Räuber an der Spitze der Nahrungskette. In erster Linie finden wir Zander und Barsche vor. Auch Berufsfischer wissen um die Produktivität der Kehrwasser und stellt dort ihre Reusen für den Aalfang auf ...

FISCH & FANG