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Fisch und Fang April
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Fisch und Fang Mai
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Eine für alle (jpg.04)
Schnüre aus Fluocarbon sind für Fische unsichtbar. Und das ist nur
ein Grund, warum Johannes Dietel auf das neue Material schwört ...
Zuerst hat die Fliegenfischer-Gilde die Schnur für sich entdeckt. Kein
Wunder, denn gerade die abgebrühten Grossforellen im klaren Wasser sind
oft extrem schwer zu fangen. Hier schlagen die Vorteile von Fluocarbon besonders
zu Buche. Erstens sehen die Fische die Schnur nicht, weil sie eine Lichtbrechung
hat, die der des Wassers fast entspricht. Zweitens sinkt sie schneller ab als
Monofil, da ihr spezifisches Gewicht höher ist. Drittens ist sie besonders
hart und abriebfest, so dass sie nicht so schnell durchscheuert.
Wenn ein Schnurtyp so viele entscheidende Vorteile in sich vereint, dann muss
dieses doch auch für eine Menge andere Zielfische und Einsatzgebiete interessant
sein. Ist es auch! Ohne Fluocarbon kommt die moderne Angelei nicht mehr aus.
Oft gibt es Situationen, in denen nur noch die fast unsichtbare Schnur hilft.
Nach den Fliegenfischern haben Hecht-Spezis, Karpfen-Angler, Meerforellen-Fans,
Barsch-Experten und viele andere das Material für sich entdeckt. Im Folgenden
möchte ich einige Verwendungsmöglichkeiten beschreiben ...
Aal mit Stahl (jpg.05)
Schlängler mögen keine steifen Vorfächer. Deshalb greifen Angler
zu Monofil und nehmen Schnurbruch in Kauf. Wer weiche 7x7-Geflechte einsetzt,
geht auf Nummer sicher - und fängt trotzdem. Von Henning Stühring
In grossen Klängen läuft die Schnur von der Spule. Der Rollenbügel
ist geöffnet, das Monofil läuft durch meine Finger. Ein guter Aal
muss den angeköderten Gründling genommen haben. Er marschiert stromauf,
auf ein Schleusenbecken des kleinen Wiesengrabens zu. Das kann kritisch werden!
Denn hier lädt die Drehströmung viel Holz ab, daneben ist der Grund
mit Steinen übersät.
Also Bügel zu, Rute hoch, Kurbeln, Anhauen. Der Aal hängt, und los
geht das Tauziehen. Nach der Härte des Widerstandes zu urteilen, schätze
ich den Fisch auf mindestens drei Pfund. Und da ist es schon passiert! Er hängt
am Boden fest, hat seinen Schwanz um ein Hindernis gewickelt. Aber ich lasse
nicht locker, übe mit meiner 3-Meter-Rute mächtig Druck aus. Und ich
habe das seltene Glück, den Burschen wieder zu lösen und ins Freiwasser
zu bekommen ...
Fangplatz Talsperre (jpg.06)
Viel Wasser, viele Fische und immer gute Chancen auf einen Kapitalen: Stauseen
haben es in sich. Peter Richter erklärt, wie Sie die Angler-Paradise erobern.
Wie der Ochs vorm Berg stehen viele Angler, wenn sie das erste Mal an einer
Talsperre fischen. Wasser ohne Ende, Strukturen sind kaum zu erkennen. Wo soll
man da bloss anfangen? Wo sie schon mal da sind, kaufen sich viele Petrijünger
eine Tageskarte, probieren es an der erstbesten Stelle - und bleiben Schneider.
Die Schuld geben sie schnell dem Gewässer und den Angelmagazinen, die regelmässig
über kapitale Fänge berichtet haben. Dabei bieten viele Talsperren
der Republik wirklich fantastische Möglichkeiten, gerade was den Grossfischfang
betrifft. Nur eines ist auch sicher: Talsperren zählen zu den ganz heiklen
Gewässern. "Mal eben so fangen" läuft hier nicht. Es gilt
der Grundsatz: Zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein!
Vor dem Angeln sollte man sich mit Informationen eindecken. Erste Anlaufstelle
ist hier die Kartenausgabestelle. Erstellen Sie vorher einen Fragenkatalog in
Bezug auf die Fischart, die Sie fangen wollen. Dazu gehört beantwortet:
Wie beisst es zurzeit?
Wo wird gefangen?
Wie ist der Wasserstand?
Gibt es einen Bootsverleih?
Welche Köder und Montagen fangen?
Bekomme ich eine Gewässerkarte, nach Möglichkeit mit eingezeichneten
Tiefenlinien?
Wie sieht es aus mit Bade- und Bootsbetrieb?
Der jeweilige Fachhändler kann Antworten auf diese Fragen geben, denn schliesslich
ist sein Geschäft Anlaufstelle vieler Angler, und auch die Fangmeldungen,
die dann mit Foto in den Fachmagazinen publiziert werden, laufen hier ein. Aus
den Fragen ergeben sich schon einige Schlussfolgerungen. Im Sommer, bei Niedrigwasser,
stehen Brassen, Rotaugen, Barsche und Hechte eher im tiefen Wasser. Wer es auf
diese Spezies ohne Boot probieren möchte, wird also grosse Mühe haben,
es sei denn, es gibt steil abfallende Kanten in Ufernähe. Wo das nicht
der Fall ist, sollten andere Zielfische ins Auge gefasst werden. Rotfedern,
Karpfen und Schleien zum Beispiel schätzen das flache Wasser, vor allem
wenn noch viel Kraut in der Nähe wuchert. Plätze, die dann auch für
den Uferangler erreichbar sind ...
Abo-DVD
Die Abonnenten-DVD zeigt folgende Filmclips:
- Zander an der Spundwand
- Light-Pilken mit Uwe Böttcher
- Karpfen an kleinen Seen
- Die Fischer Ache
- Riesenforellen in Argentinien
- Bindekiste: die Brown Sedge
Inhalt
Einfach gut - Bolieangeln für Einsteiger
Ran an die Rüssler - Karpfen-Leserseminar
Randgruppen - Ansitz an kleinen Seen
Testangler gesucht - Bewerben fürs Quantum-Team
Lesertest - 200 Kilo Boilies gratis
Eine für alle - Fluocarbonschnur in der Praxis
Uwe nimmt's leicht - Dorsche light
Für eine Handvoll Euro - Lachse mit Studentenbudget
Aal mit Stahl - Weniger Aussteiger mit 7x7
Fangplatz Talsperre - Gewusst wo
Neues aus Käse - Pfiffiges Mahl für Friedfische
Der richtige Pegel - Faktor Wasserstand
Bindekiste - Die Brown Sedge
Fleischeslust - Vollwertkost für Döbel
Lesertest - 50 x Balzer Iron line
Ratgeber - Sie fragen, wir antworten
Tipps & Tricks - Kleine Kniffe, grosser Nutzen
Vergissmeinicht - Vielfalt in Sachsen-Anhalt
Der Twente-Kanal - Ein Steinwurf entfernt
Die Fuscher Ache - Für unbeirrbare Romantiker
Köhler auf Smöla - Hitras kleine Nachbarin
Der Burgsee - Karpfen satt in Brandenburg
Die Loisach - Salmonidentraum in Bayern
Tanz in den Mai - Forellenbeute unter der Lupe
Michel Roggos Galerie - Im Biberbach
Ein Stück Himmel - Fliegenfischen in Argentinien
Rute und Rolle Mai
Sven Klöer
Texte zu den drei Fotos:
1. Norwegen/Leng:
Lang, Länger, Leng!
Sie sind heiss begehrte Beute bei Norwegenanglern: Lengs.
Neue Erkenntnisse und Montagen bringen Sie sicherer an den Fisch.
Ein Blick in die Trickkiste von Rainer Korn
Früher glaubte nicht nur ich, dass Lengs feste Standplätze irgendwo
am Grund
haben und diese nur selten verlassen. Von Lengburgen und -höhlen sprach
man
da dann. Doch Andreas Veltrup, seines Zeichens Betreuer bei Andree¹s
Angelreisen auf Hitra und nun schon seit etlichen Jahren hauptberuflicher
Fischer, öffnete mir die Augen. Von wegen Stubenhocker: Lengs, so Andreas,
ziehen sogar in Schwärmen umher, zum Teil weit über Grund. Wenn er
Netze
stellt, dann hat er an einem Platz den einen Tag die Maschen voll, am
nächsten herrscht gähnende Leere. Die Lengs, so erzählten ihm
auch andere
norwegische Fischer, sind wahre Herumtreiber. Dass sie an bestimmten Plätzen
konzentrierter vorzukommen scheinen, liegt auch daran, dass sie diese
Stellen immer wieder über einen längeren Zeitraum aufsuchen, zum Fressen,
zum Ausruhen, zum Laichen...
2. Schweiz/Special
Angeln in der Schweiz
Aus den spektakulären Bergmassiven der Schweiz ergiessen sich riesige
Mengen
Wasser, die sich zu schnell fliessenden Bächen, grossen Flüssen und
traumhaften Seen vereinen. Unser Autor Sven Heininger hat die Eidgenossen
besucht und stellt Ihnen einige der schönsten Gewässer vor
Weit muss man nicht fahren, um die Schweiz zu erreichen. Aber auch wenn der
Weg weiter wäre, es lohnt sich auf alle Fälle, eine Angeltour in die
Schweiz
zu unternehmen. Denn fast überall trifft man auf fischreiche Bäche,
traumhafte Flüsse und ein gutes Dutzend grosser Seen. Die zahlreichen
Gewässer der Schweiz sind nicht nur ein Hingucker, sondern lassen auch
Anglerherzen höher schlagen: 58 Fischarten bevölkern die Flüsse
und Seen.
Darunter so begehrte Arten wie Bachforellen, Felchen, Zander, Hechte und
Seeforellen. Aber auch Quappen, Namaycush-Saiblinge und Waller kommen in
beachtlichen Grössen vor. Grund genug für mich, einmal die Fischwelt
und die
Gewässer der Schweiz genauer unter die Lupe zu nehmen. Auf den nachfolgenden
Seiten möchte ich Ihnen einige der bekanntesten und fischreichsten Gewässer
vorstellen.